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Karte
HIMALAYA-MOUNTAINBIKE-EXPEDITION

Ins Langtang Tal

Dichte Wolken ziehen über den schneebedeckten Lanshisa Ri. Die Sonne knallt erbarmungslos vom Himmel und dennoch ist das Thermometer nur knapp über die Null-Grad Grenze geklettert. Es ist Ende Januar. In der Nacht hat es leicht geschneit und das Tal ist mit einer dünnen Schneedecke überzogen. Gedankenversunken sitze ich auf einer Steinmauer, die eine Weide für Yaks eingrenzt. Die Tour in das 3500m hoch gelegene Langtang Tal im Norden von Kathmandu ist die Generalprobe für meine Expedition und nun überlege ich, ob ich den nächsten Trek überhaupt mit dem Fahrrad wagen soll. Drei Tage habe ich mich über ausgetretene Treppen und Geröll gekämpft, die meiste Zeit mit dem Bike auf den Schultern. Doch so hatte ich mir meine erste Himalaya Expedition eigentlich nicht vorgestellt.

Blick ins Langtang Tal Tiefschwarze Wolken, die das Tal heraufziehen, kündigen eine Schlechtwetterfront an. Ohne die hinteren Teile des Tals zu erkunden breche ich am nächsten Tag auf. Die halsbrecherischen Treppen und Geröllpassagen, die mir während des Aufstiegs soviel Schwierigkeiten bereitet haben, fahre ich nun meist hinunter. Doch mein Übermut wird bald bestraft. An einer viel zu steilen Treppe überschlage ich mich und stürze schwer. Ein Rasttag auf der Flucht vor dem Schnee lässt sich nicht vermeiden. Ich bin im Lama Hotel gestrandet, einer kleinen Siedlung die nur aus Gasthäusern - sogenannten Lodges - für Wanderer besteht. Neben der Küche, die der Familie auch als Wohn-, Eß- und Schlafzimmer dient, gibt es in den meisten Hütten nur einen weiteren Raum, in dem ein paar Matratzen für die Gäste zur Verfügung stehen. Am nächsten Morgen sind die Bambusmatten der Hüttendächer mit einer dünnen Schneeschicht bedeckt und der Wirt meint, dass es im oberen Tal vergangene Nacht ordentlich geschneit haben muss.

Nach einem Tag Pause erreiche ich erst spät am Nachmittag die staubige Schotterpiste, die sich in zahllosen Serpentinen über die Berghänge zurück hinauf nach Dhunche schlängelt. Die Nacht ist schon längst hereingebrochen, als ich in der Ferne die Lichter von Dhunche erblicke. Für die Rückfahrt nach Kathmandu nehme ich den Bus, denn ich will meine Kräfte für die nächste Tour schonen. Ein Hupkonzert kurz vor Sonnenaufgang kündigt die Abfahrt an. Schon bald ist der Fahrgastraum überfüllt. Jene Fahrgäste, die keinen Steh- oder Sitzplatz mehr ergattert haben, machen es sich auf dem Dach zwischen Lastenbündeln und Bambuskörben bequem oder klammern sich an der Regenrinne des Daches fest. Völlig überladen schaukelt das klapprige Gefährt an bedrohlich steilen Abhängen vorbei und aus dem einzigen Lautsprecher plärrt ununterbrochen nepalesische Volksmusik.

Durch das Kali Gandaki Tal nach Muktinath

der Swayambunath Stupa in Kathmandu Zurück in Kathmandu überprüfe ich mein Fahrrad und studiere wieder und wieder die Karte des nächsten Treks. Würde es erneut so beschwerlich werden? Für die Fahrt nach Pokhara - dem Ausgangsort der zweiten Tour - buche ich einen Platz in einem Touristenbus, der ausschließlich Touristen und wohlhabende Nepalesen befördert und schneller am Ziel sein soll, als Linienbusse, die überall halten und jeden der am Straßenrand wartet, mitnehmen. In Pokhara angekommen, reißt die dichte Wolkendecke auf und gibt den Blick frei auf die verschneite Kette der Annapurnagipfel und den alles überragenden Machapuchare, der vom Ufer des Phewa Lakes zum Greifen nah scheint. Einen besseren Empfang hätte ich mir nicht vorstellen können.

Zwei Tage später starte ich. Ich will das Kali Gandaki Tal hinauf bis an die Grenze zu dem alten Königreich Mustang fahren und das Heiligtum von Muktinath besuchen. Noch eineinhalb Tage genieße ich die Vorzüge einer asphaltierten Straße, bis ich den Anfang des schmalen Weges erreiche, der dem Flusslauf des Kali Gandaki folgt. Auch hier gibt es einige Treppen und steinige Passagen, aber die meiste Zeit kann ich die Hindernisse im Sattel sitzend bewältigen. Träge fliest der Strom des Kali Gandaki durch das enge Tal, das links und rechts von steil abfallenden Felswänden begrenzt wird. Jede noch so kleine Fläche wird entweder als Feld oder als Weide genutzt. Der Weg führt durch kleine Dörfer, in denen ich oft von einer Kinderschar verfolgt werde, die mit lauten "Cycle! Cycle!" Rufen die Dorfbewohner auf mich aufmerksam macht. Nach drei Tagen erreiche ich Tatopani, dass sich perfekt auf die Bedürfnisse der Touristen aus aller Welt eingestellt hat. Hier kann ich italienisch essen und Steak oder Schnitzel mit Pommes sind auf jeder Speisekarte vertreten. In jedem Gasthaus gibt es eine "Hot Shower" und überall dudeln Bob Marley oder die Dire Straits aus Ghettoblastern. Ich bin wie vor den Kopf geschlagen, lasse mich aber trotzdem von dem Luxusangebot verleiten und bleibe einen Tag länger, um mich bei Schokoladenkuchen und Cappuchino auf den anstrengensten Teil der Tour vorzubereiten.

Hängebrücke im Kali Gandaki Tal Der Weg führt weiter durch die engste Stelle des Tals, die als die tiefste Schlucht der Welt gilt. Die Steilwände des westlichen Ufers steigen bis zu dem über 8000m hohen Dhaulagiri auf und das östliche Ufer hat Verbindung zu dem 8091m hohen Annapurna. Auf steilen An- und Abstiegen windet sich der enge Pfad über die Klippen. Ein eiskalter Wind fegte durch die Schlucht und hüllt mich in riesige Staubwolken ein. Doch am nächsten Tag ändern sich die Verhältnisse. Der Weg ist wieder gut zu befahren und so trete ich kräftig in die Pedalen. Plötzlich rennt eine alte Nepalesin vor mir den Hang hinauf und spuckt dreimal aus, wobei sie immer wieder die gleichen Worte murmelt. Auch ich bin erschrocken, denn ich habe mich mehr auf den Weg konzentriert als auf meine Umgebung. "Namaste Ama!", spreche ich sie an, als sie langsam wieder herunter klettert. Etwas verdutzt schenkt sie mir ein zahnloses Lächeln und begrüßt mich ebenfalls. Interessiert kommt sie näher, bestaunt mein Fahrrad, nickt verwundert und verabschiedet sich mit einem "Bistare janus!" - "Geh' langsam!", wobei ich hoffe nicht allzu oft laufen zu müssen.

der Dhaulagiri Hinter einer Kurve fällt mein Blick zum erstenmal auf den in Schnee gehüllten Dhaulagiri und dessen Gletscher. Einige Wolken ziehen über den Gipfel und es scheint, als ob sie daran hängen bleiben würden. Nachdem ich einen letzten steilen Anstieg hinter mich gebracht habe, breitet sich vor mir das Kiesbett des Kali Gandaki aus, der im Frühjahr nur wenig Wasser führt. Die Esel der Händlerkarawanen, die täglich Waren nach Jomsom oder noch weiter in das Königreich Mustang transportieren, haben schmale Pfade in das Flussbett getreten und es ist ein leichtes darauf zu fahren. Schon früh am Nachmittag erreiche ich das malerische Dorf Tukche und beschließe nach einer kurzen Rast noch weiter ins nächste Dorf zu radeln. Seit Mittag hängen dichte Wolken über dem Tal und versperren die Sicht auf die Achttausender. Kurze Zeit später fängt es an zu schneien, woraus sich schnell ein Schneesturm entwickelt, der die Sicht bis auf wenige Meter beschränkt. Der Wind bläst mir zum Glück in den Rücken und treibt mich vorwärts. Stellenweise muss ich kurz halten, um mich zu orientieren, denn schon nach wenigen Minuten sind die meisten Anhaltspunkte des Weges unter dem Schnee begraben. Nach einer dreiviertel Stunde tauchen die ersten Häuser von Marpha zwischen den wild herumtanzenden Schneeflocken auf. Ich muss aussehen wie ein Schneemann, denn die Kinder die im Schnee toben lachen lauthals bei meinem Anblick.

Marpha Marpha unterscheidet sich grundlegend von den Dörfern im unteren Tal. Die dicht aneinander gebauten Häuser haben meist Flachdächer, auf denen sich das Holz für die Küche und den Winter stapelt. Die Menschen erinnern durch ihre Gesichtszüge an Tibeter und sind auch ganz anders gekleidet als die Nepalesen aus den tiefer gelegenen Regionen. Ich befinde mich nun in einem vom Buddhismus geprägten Gebiet. Überall flattern bunte Gebetsfahnen im Wind und die Wege sind gesäumt von Manisteinwällen und Gebetsmühlen. Weiter geht es über Jomsom, dem Verwaltungszentrum des oberen Kali Gandaki Tal, dem Anstieg hinauf nach Muktinath entgegen. Die Landschaft um mich herum gleicht im Gegensatz zu der Umgebung von Tatopani, wo überall die verschiedensten Zitrusfrüchte wachsen, mehr und mehr einer riesigen Steinwüste. Die Vegetation beschränkt sich auf niedrige Büsche. Sonst wächst so gut wie nichts auf den von Sand und Geröll braun gefärbten Berghängen.

Mädchen in Jharkot Zwei Stunden dauert der Anstieg über die steile, staubige Piste, bis ich das kleine Dorf Jharkot erreiche, wo ich Quartier beziehe. Es gibt nur zwei Herbergen in dem Dorf, denn die meisten Touristen übernachten in Muktinath oder machen einen Tagesausflug von Jomsom hinauf in das Heiligtum. So haben die Menschen in Jharkot nur wenig mit den "Weißen" zu tun. Das spiegelt sich für mich auch in der Gastfreundschaft wieder. In den Herbergen, wo alles perfekt auf die Bedürfnisse der Touristen abgestimmt ist, hatte ich oft den Eindruck, dass man mich nur meines Geldes wegen freundlich behandelt. In Jharkot jedoch kann ich für die kurze Zeit meines Aufenthalts das Gefühl haben zur Familie zu gehören. Am Tag drückt mir die Wirtin nicht selten ihren kleinen Sohn in die Arme mit der Bitte auf ihn aufzupassen und am Abend lädt mich der Vater an das warme Herdfeuer ein und erzählt mir von der Zeit, als noch keine Touristen durch die Dörfer zogen.

Tempel in Muktinath Am nächsten Tag pedale ich hinauf nach Muktinath und besuche die heilige Stätte. Durch einen kleinen Pappelwald gelange ich zu den 108 Quellen, an denen sich die Hindus waschen, bevor sie den Tempel mit den drei heiligen Flammen besuchen. Die Flammen erinnern an ein Wunder, das Brama der Erschaffer - ein Hindugott - als Opfer darbrachte. Er entzündete jeweils eine Flamme auf Erde, eine auf Wasser und eine auf Stein. Ich muss mich erst an die Dunkelheit des Tempels gewöhnen, bevor ich die kleinen bläulichen Erdgasflammen erblicke. Das zweite Ziel meiner Expedition ist erreicht. Jetzt geht es auf dem gleichen Weg wieder zurück.

Zum Mount Everest

Auf meiner ersten Fahrt nach Langtang hatte ich auf dem Weg nach Dhunche Karma Singh Lama kennen gelernt, der während der Trekkingsaison in Kathmandu nach Arbeit als Träger oder Führer Ausschau hält. Ich hatte ihn kurz vor meiner Abreise nach Pokhara in Kathmandu wieder getroffen und eingeladen mich nach meiner Rückkehr zu besuchen. Nun frage ich ihn, ob er interessiert ist, für mich als Führer und Träger auf dem Weg zum Mount Everest zu arbeiten. Er ist sofort einverstanden und nach weiteren Gesprächen steht mein Entschluss ihn anzustellen fest.

Wochenmarkt in Namche Basar Sieben Tage mühen wir uns von Jiri nach Namche Bazar, dem berühmten Sherpadorf am Rande des Khumbu Gebiets. Dabei müssen wir 5 Pässe überqueren. Oft schleppe ich mein Fahrrad über steile steinige Pfade hinauf, um enttäuscht festzustellen, dass man auf der anderen Seite nur mit Mühe und Vorsicht abfahren kann. Bereits in Namche Bazar, auf 3400m Höhe, sind meine frisch montierten Bremsbeläge zur Hälfte abgefahren. Aber wir haben das Land der legendären Sherpas erreicht und sind nur noch eine Woche von unserem Ziel entfernt. Die Etappen werden nun nicht mehr von der Entfernung bestimmt, sondern von den bewältigten Höhenmetern. Zu viele Wanderer sind schon an der heimtückischen Höhenkrankheit gestorben, weil sie den Ratschlag pro Tag nicht mehr als 400m aufzusteigen, in den Wind geschlagen hatten. Nach ein paar Rasttagen brechen wir auf. Breit und ohne nennenswerte Anstiege schlängelt sich der Weg an steil abfallenden Berghängen entlang und einem gewaltigen Panorama aus schneebedeckten Himalayagipfeln - darunter der Everest und die markante Ama Dablam - entgegen. Auf einer wackeligen Hängebrücke überqueren Karma und ich den Dudh Kosi, worauf der Weg zu dem Plateau, auf dem das Kloster Tengpoche steht, ansteigt.

das Kloster Tengpoche Das Kloster ist seit dem alles vernichtenden Brand von 1989 durch internationale Spendenhilfe wieder aufgebaut und erstrahlt in leuchtenden Farben, als wir es gegen Mittag erreichen. Ein Mönch öffnet gerade das große Eingangstor zu dem Gebetsraum und wir schlüpfen mit hinein. An der Stirnseite erhebt sich eine gewaltige Buddhastatue. Auf einem Sims, der sich unter den Fenstern entlang zieht, brennen kleine Butterlampen, die den Raum in ein gespenstisches Licht tauchen und schwache Schatten auf die bunt bemalten Wände werfen. In Pheriche auf 4400m Höhe machen wir erneut einen Tag Pause um uns an die Höhe zu gewöhnen. Es gibt dort eine Krankenstation der "Himalayan Rescue Association", die Trekker und Einheimische medizinisch versorgt und nachmittags Vorträge über die Höhenkrankheit abhält.

Der Weg führt weiter durch das Hochtal einem geröllübersähten Hang entgegen. Dort schultere ich mein Fahrrad und wir hinauf klettern, worauf wir den Anfang des Khumbu Gletschers erreichen. Sanft steigt der Pfad zu den Gasthäusern von Lobuje an. Wir haben uns gerade in dem Schlafsaal einer Herberge eingerichtet, als es draußen anfängt zu schneien. Innerhalb einer Stunde ist die gesamte Umgebung unter einem halben Meter Schnee begraben. Soll dies das Ende der Tour sein, zwei Tage vom Ziel entfernt? Am nächsten Morgen lassen wir uns viel Zeit bis wir aufbrechen. Eine Yakherde, die Ausrüstungsmaterial für eine Expedition ins Basislager transportiert, hat eine tiefe Spur in den Schnee gezogen und so kann ich einen Großteil der Strecke fahren. Aber das ist anstrengend und ich komme oft nur 300m weit bis ich mich erschöpft in den Schnee fallen lasse. Nach vier langen Stunden erreichen wir die "base-camp area" mit den drei Gasthäusern von Gorak Shep. Ich brauche eine Weile, bis ich meinen Rucksack ausgepackt habe, denn ich bin wie gelähmt durch die dünne Luft.

...endlich am Ziel! Der nächste Tag ist der meines zweiundzwanzigsten Geburtstags. Mein Zeitplan ist aufgegangen. Früh am Morgen machen wir uns fertig für den letzten Aufstieg, hinauf auf den Kalar Pattar. Es sind nur 400 steile Höhenmeter, die wir bewältigen müssen, aber wir benötigen nahezu zwei Stunden bis wir oben ankommen. Erleichtert hebe ich mein Mountainbike von den Schultern und setze mich in den Schnee. Vor mir erhebt sich der Mount Everest und daneben sein etwas kleinerer Nachbar Nuptse, der aber etwas größer erscheint, weil er nicht so weit entfernt ist. Zwei Jahre hatte ich recherchiert, geplant und trainiert und nun bin ich am Ziel meiner Träume angelangt. Wir verbringen fast zwei Stunden auf dem 5580m hohen Plateau. Ich habe Karma - ohne dass er es wusste - eine Tafel Schokolade aus Kathmandu mitschleppen lassen, die uns nun die Geburtstagstorte ersetzt. Inzwischen hat die Sonne den Schnee zum größten Teil schmelzen lassen. Nur in den oberen Lagen des Kalar Pattars hält er sich nach wie vor. Gegen Mittag schwinge ich mich auf den Sattel und fahre mit halb angezogenen Bremsen über das Gemisch aus Schnee, Schlamm und Geröll wieder hinunter zu den Gasthäusern.

Auf dem Weg zurück machen wir noch einen Abstecher in das Dorf Dingpoche, lassen uns aber ansonsten viel Zeit und legen pro Tag nur kurze Strecken zurück. In Namche Bazar pausieren wir erneut zwei Tage und besuchen den Markt der jeden Samstag stattfindet. Viele der Gasthausbesitzer, bei denen ich auf dem Weg zum Everest übernachtet hatte, treffe ich hier wieder. Sie decken sich mit frischen Lebensmitteln ein, verkaufen Handarbeiten an die Händler aus dem Tiefland und tauschen Neuigkeiten aus.

Flugplatz Lukla Den Rückweg nach Kathmandu kürzen Karma und ich mit einem Flug von Lukla ab, dem wohl spektakulärsten Kleinflugplatz der Welt. Die Piste ist eigentlich viel zu kurz. Die Flugzeuge werden bei der Landung dadurch gebremst, dass das Ende der Landebahn sechzig Meter höher liegt als der Anfang. Karma wird ganz bleich als das Flugzeug zum Start über die Schotterpiste rumpelt. Nach einer dreiviertel Stunde landen wir in Kathmandu, womit die letzte Tour der Expedition endet.

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Text und Bilder Copyright R.-Philipp Rackwitz